Projekte

England Projekt – Nobottle Nursery

Erfahrungsschule des sozialen Lebens

Eine Erfahrungsschule des sozialen Lebens – eine Zeit, in der sich Jugendliche handlungsbezogen, lebensnah und ökologisch weiterbilden und gleichzeitig lernen, soziale Verantwortung zu übernehmen. Maria Montessori hat für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren ein spezifisches Bildungskonzept entwickelt, bei dem die vorbereitete Umgebung durch einen echten Lebensraum ersetzt wird. In unserem England Projekt Nobottle Nursery setzen wir diesen sogenannten Erdkinderplan seit 2017 um. Ab dem achten Schuljahr können unsere Schüler fünf Wochen im Jahr in England in einer Gärtnerei leben, in den Gewächshäusern und auf den Feldern arbeiten und ganz nebenbei ihre Englischkenntnisse verbessern.

Arbeitsalltag meistern – als Team agieren
Während der Aufenthaltsdauer verbringen die Schülerinnen und Schüler ihren Tag vor allem mit Tätigkeiten in der Nursery. Dazu gehören neben gärtnerischen Tätigkeiten des Gießens, Säens, Erntens auch das Versorgen der Hühner und Bienen und das Vorbereiten und Durchführen von Märkten.
Sich selbst versorgen, miteinander und füreinander kochen, den Wohnraum sauber und ordentlich halten, Wäsche waschen – der Englandaufenthalt lehrt durch praktische Selbsterfahrung das Leben. Darüber hinaus finden Unterrichtseinheiten zu naturwissenschaftlichen und geschichtlichen Themen aber auch zu Dingen, die sich aus dem Alltag vor Ort ergeben, statt.
Bei allen genannten Tätigkeiten bilden die Schülerinnen und Schüler ein Team oder teilen sich in Kleingruppen auf. So spielen auch das soziale Lernen, das Kooperieren mit anderen, das Treffen von Absprachen und das Übernehmen von Verantwortung für die Gemeinschaft eine wesentliche Rolle im Alltag der Schülerinnen und Schüler.

Der Aspekt der (Fremd-)Sprache
Natürlich stehen die fünf Wochen ganz im Zeichen der englischen Sprache. Die Kommunikation mit den Eigentümern der Nobottle Nursery und deren Mitarbeitern findet ausschließlich auf Englisch statt. Auch die Unterrichtseinheiten werden in Englisch gehalten. Wann immer die Sprachbarriere zu hoch erscheint, ist der Einfallsreichtum der  Schülerinnen und Schüler gefragt (Zeichnungen, Hände & Füße…)

Die Umgebung
Die Nobottle Nursery ist ein Familienbetrieb, der 1994 von Susi und Jon Gibney gegründet wurde. . Die Gärtnerei, die nunmehr von Johns Mutter Judy Gibney, betrieben wird, befindet sich außerhalb des Ortes Nobottle, der zur Gemeinde Northampton (ca. 100.000 Einwohner) gehört. Etwa zwanzig Autominuten entfernt, liegt Daventry, die Partnerstadt Westerburgs.
Die Landschaft ist geprägt von der Landwirtschaft und weist viele Spuren der Besiedlung aus Zeiten des römischen Reiches auf, die auch archäologisch erforscht werden. Mehrere Tagesausflugsziele, darunter London und das Anwesen Lord Spencers (Geburts- und Ruhestätte von Lady Di) sind erwähnenswert. Außerdem wird die nahe gelegene Burg Ashby mit Pflanzen von der Nursery beliefert und bietet Zeit und Raum für Spaziergänge durch die teilweise von Tieren bewohnten Gärten.

Mehr Informationen in unserem Blog https://nobottlenursery.blog/

GemüseAckerdemie

Mit Begeisterung Gemüse anbauen und Lebensmittel wertschätzen

Gemüse und Kräuter pflanzen, pflegen, ernten und vermarkten und ganz nebenbei wertvolles Wissen über Lebensmittelanbau, biologische Vielfalt und die Bedeutung der Natur als Lebensgrundlage sammeln – Die GemüseAckerdemie macht’s möglich.
Seit 2019 beteiligt sich die Freie Montessori-Schule Westerwald mit großer Begeisterung an dem Bildungsprogramm, das einen großen Anteil zur Umweltbildung der Schüler beiträgt.

Der großzügige Schulgarten bietet die Möglichkeit, sich direkt mit der Natur auseinanderzusetzen, Verantwortung zu übernehmen, sich außerunterrichtlich zu engagieren und körperliche Arbeit wertzuschätzen..
Außerdem kommen die Schüler unmittelbar mit unverarbeiteten Lebensmitteln in Berührung und können ein praktisches Verständnis für regionales sowie saisonales Obst und Gemüse oder „vergessene“ Obst- und Gemüsesorten entwickeln.

Dabei können sie die gesamte Wertschöpfungskette verfolgen, d. h. sie bauen ihre Lebensmittel selbst an und können zugleich eigenständig die „Früchte“ ernten. Die schuleigene Lehrküche ermöglicht es den Schüler/innen ihre Ernte zu verarbeiten und sie für den „echten“ Geschmack frischer Küche – weit weg von Fast Food und Convenience Produkten – zu sensibilisieren.

Schüler und Pädagogen übernehmen dabei alle wichtigen Schritte des Ackerbaus selbst – werden dabei aber fachmännisch durch die Ackerdemia e. V. unterstützt. „Unser Konzept wirkt gegen den Wissens- und Kompetenzverlust im Bereich Lebensmittelproduktion, die Entfremdung von der Natur, ungesunde Ernährungsgewohnheiten sowie Lebensmittelverschwendung. Stattdessen wollen wir mit innovativer Bewusstseinsbildung Wissen und Werte vermitteln sowie Kompetenzen fördern, die für die Gestaltung einer nachhaltig verträglichen Zukunft erforderlich sind“, so der Verein.

Hier geht’s zum Ackermontis-Blog https://ackermontis.home.blog

 

Mehr Informationen unter https://www.gemueseackerdemie.de/

Boxen macht Schule

Gewaltprävention, Sport und Wertevermittlung

Körperliche Fitness und Ausdauer trainieren und dabei fast nebenbei wichtige Werte wie Disziplin, Respekt und das Einhalten von Regeln verinnerlichen. Das beschreibt das Konzept von Boxen macht Schule, an dem die Freie Montessori-Schule Westerwald seit 2017 teilnimmt.
Das Boxtraining bietet allen Schülern die Möglichkeit sich körperlich auszupowern und demonstriert wie wichtig ein gewaltfreier Umgang miteinander ist – im Boxring wie im echten Leben. Ziel des Projekts ist es, die im Training vermittelten Werte in den (Schul)-Alltag der Schüler zu integrieren. Häufig können auch (Lern)-Blockaden überwunden werden sowie Gründe für Stress und Probleme erkannt und neue Lebensperspektiven besprochen werden.

Mehr Informationen unter https://www.boxen-macht-schule.de/